Passivhaus

Zwar ist das SUN-Haus kein Passivhaus nach PHPP-Standard (siehe http://www.passiv.de/), soll aber solchen Häusern in Wohnkomfort und Energieeffizienz ebenbürtig sein. Wichtige Elemente dabei sind:

  • höhere Dichtigkeit des ganzen Gebäudes
  • dickere Isolierung der Außenwände
  • Dreifachverglasung für alle Fenster
  • keine „Kältebrücken“ (z.B. Balkone, Rolladenkästen)
  • niedrige Heizkosten z.B. Für eine 70 m2-Wohnung: ca. 18 € pro Monat

KfW-40-Standard

Primärenergiebedarf QP´´≤ 40 kWh/(m2Jahr)
Heizenergiebedarf QH´´= 8 kWh/(m2Jahr) ≤ 15kWh/(m2Jahr)

  • kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • warmes Wasser durch Solarkollektoren
  • Warmwasserspeicher 2000 Liter
  • Gas-Brennwerttherme

Unterschiede zum Passivhaus nach PHPP-Norm

  • energiesparende Haushaltsgeräte nicht vorgeschrieben
  • Zusatzheizung durch konventionelle Heizkörper möglich
  • nicht alle Bauteile mit Zertifikat des Passivhaus-Instituts

Vergleich:

Hat das Haus eine Klimaanlage? – Nein!

Entscheidende Unterschiede:

  • Luft wird nicht umgewälzt, d.h. gebrauchte Luft gelangt nicht zurück ins Haus, frische Luft gelangt gefiltert und bei Bedarf vorgewärmt in die Wohnungen.
  • Unsere Anlage spart Energie, weil die Wärme der Abluft die Zuluft anwärmt (ohne Luft zu mischen).
    Beispiel: Bei 20°C Raumtemperatur und 0°C Außentemperatur wird die Zuluft auf 16°C angewärmt. Der Rückgewinnungsfaktor ist 80%, die Abluft hat nachher nur noch 4°C.

Darf man die Fenster öffnen? – Ja!

  • Im Unterschied zur Klimaanlage wird die Funktion durch Öffnen der Fenster nicht beeinträchtigt. Weil aber ständig frische Luft ins Haus gelangt, muss für gute Luftqualität meist nicht gelüftet werden.
  • Wie in einem normalen Haus auch, sollte man in der Heizperiode nicht über Stunden mit gekipptem Fenster lüften, weil man sonst unnötig Wärme aus dem Haus lässt.

Kommt man ohne Heizung aus? – Meistens.

Obwohl dieses Haus noch nicht vollständig bewohnt ist, war der Heizbedarf selbst in den kalten Tagen Anfang Januar 2009 gering.

Die Gründe sind:

  • Geringer Wärmebedarf: durch die exzellente Dämmung geht viel wenig Wärme aus dem Haus lässt, sind die Voraussetzungen besser als bei anderen Häusern.
  • Sonneneinfall: Die Sonne wird nicht nur durch die Kollektoren genutzt werden, sondern erwärmt auch direkt die Wohnungen.
  • Innere Wärmequellen: Menschen, Elektrogeräte, Duschen etc. geben Wärme ab. Diese Energie wird als „Heizung“ genutzt.
    Beispiel: Ein Erwachsener heizt z.B. mit etwa 100 W.

Einen Einstieg in das Leben im Passivhaus gibt ein ZEIT-Artikel, weitere Informationen zu Passivhäusern finden Sie unter Links